So mindern Herzpatienten ihr Infarktrisiko
Eine neue Studie zeigt, wie Herzpatienten ihr Wohlbefinden steigern und ihr Leben verlängern können.

Der Puls verursacht nicht nur Herzklopfen, sondern hat auch einen großen Einfluss auf die Gesundheit unseres wichtigsten Organs. Bei Patienten, die ein pulssenkendes Medikament erhielten, wurde das Risiko für einen Herzinfarkt im Verlauf von nur zwei Jahren um 36% reduziert. Das beweist eine neue Studie der Initiative Pulsgesund.
Bei einem gesunden Erwachsenen im Ruhezustand sollte die Herzfrequenz zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute liegen. Bei einem Herzpatienten oder einem Menschen, der Risikofaktoren wie Übergewicht, Zuckerkrankheit oder Rauchen aufweist, kann aber schon ein Puls von mehr als 70 Schlägen pro Minute die Gesundheit des Herzens beeinflussen. Ein hoher Puls kann dann schnell zu Schmerzen im Brustkorb (Angina pectoris) und im schlimmsten Fall zum Herzinfarkt führen. Der Ruhepuls von Herzpatienten sollte 55 bis 60 Schläge pro Minute nicht überschreiten.
Foto: dak.deWenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie Ihren Ruhepuls regelmäßig vom Hausarzt oder in der Apotheke messen und dokumentieren lassen. Denn eine plötzliche Veränderung des Ruhepulses kann auf Krankheiten wie Blutarmut hinweisen.
So können Sie Ihren Puls selber checken: Legen Sie drei Finger auf die Pulsschlagader am Handgelenk und zählen die Schläge über 15 Sekunden. Anschließend nehmen Sie das Ergebnis mal vier und erhalten so die Anzahl der Schläge pro Minute. Eine gesunde Ernährung, regelmäßiger Sport und das Nichtrauchen helfen Ihnen, Ihren Puls in einem gesunden Rhythmus zu halten. Auch Entspannungsübungen wie Autogenes Training oder Yoga können den Pulsschlag verlangsamen.
Mehr Infos zur Initiative Pulsgesund finden Sie unter www.pulsgesund.de

Life! Knowhow: So wirkt sich ein erhöhter Puls auf Ihr Herz aus
Bei einem höheren Puls pumpt das Herz schneller und benötigt somit auch mehr Sauerstoff. Falls aber die Sauerstoffversorgung zum Herzen beispielsweise durch eine Verengung der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit) erschwert ist, kann ein hoher Puls schnell zu Schmerzen im Brustkorb (Angina pectoris) und im schlimmsten Fall zum Herzinfarkt führen. Das Problem besteht also darin, dass bei einem schnellen Pulsschlag nicht genug Sauerstoff zum Herzen gelangt. Senkt man jedoch die Herzfrequenz, wird gleichzeitig der Sauerstoffverbrauch des Herzens verringert. Außerdem bleibt durch die langsamere Pumpbewegung mehr Zeit für die Sauerstoffversorgung. Ein niedriger Puls bedeutet also einen geringeren Sauerstoffverbrauch des Herzens und zugleich eine bessere Sauerstoffversorgung.
Karen Schmidt







