Musik – die schönste Unterhaltung der Welt

Welche CDs erscheinen abseits der bekannten Charts? Jede Menge! Und es gibt da feine Scheiben. Bitteeseeehr!

Wormland W#Two: An Advanced Modern House Mix

Wieder einmal hat „House-Gourmet“ Francecso Diaz die neusten House-Tunes zusammengetragen. Neben Szene-Prominenz wie D.O.N.S. & DBN oder Kid Massive featured der DJ auch seine besten und unverwechselbaren Eigenproduktionen und Remixe. Auch der Beatport Nummer Eins Hit „Morphine“ ist mit dabei – ein elektrifizierender Tunde, den Franceso Diaz mit John Dahlbäck und Young Rebels produziert hat. Von Dirty Beats zu elektro-infizierten Spielereien, von minimierter Sound-Ästhetik zum House Classic und vom instrumentalen Kopfnicker-Sound bis zum Vocal House Hit: Franscesco Diaz vereit das komplette Stilspektrum in einem DJ Mix der extraklasse.

 

Das Album erscheint am 17. Oktober 2008 im Handel.

Ret Marut: Sommer der Anarchie (Dunefish)

Ret Marut war das Pseudonym des geheimnisvollen Schriftstellers B. Traven, als der Anfang der 1920er in Deutschland einen kraftvollen, derben Anarchismus predigte. Kein zufälliger Name für die Band des Schauspielers Bernd Michael Lade. Noch lange bevor sich das Allround-Talent als Darsteller des Kommissars Kain an der Seite seines Kollegen Ehrlicher im MDR-Tatort gemacht hatte, spielte er in Bands der alternativen Musikszene Ostberlins. Seine Bands „Planlos“ und „Cadavre Exquis“ waren in der ehemaligen DDR aufmüpfig und forderten die Staatsmacht des Öfteren lautstark heraus. Nun nimmt Lade die Gelegenheit wahr, zwanzig Jahre nach der Wende nochmals seine Stimme zu erheben. Herausgekommen ist ein erstklassiges Punk-Album mit ehrlichen Texten.

Das Album erscheint am 24. Oktober 2008 im Handel.

ISGAARD: Wooden Houses (Flat Earth Music)

„Wooden Houses“ ist das dritte Album der Hamburger Künstlerin und Sängerin und ganz sicher auch das emotionalste und konsequenteste von allen! Die Musik nimmt die Zuhörer auf eine musikalische Reise aus ständig wechselnden Bildern und Klangfarben. Kein Wunder, dass Filmemacher Stefan Erdmann einige der Titel in den Soundtrack seines Naturfilmes „Island 63 66 N“ integrierte!

 

Das Album erscheint am 24. Oktober im Handel.

Paul Roland: Nevermore (Syborg Music)

Ein bekanntes britisches Musikmagazin schrieb, dass Edgar Allan Poe und William Shakespeare – würden sie heute noch unter uns weilen – sicherlich einige Paul Roland Alben in ihrer Sammlung gehabt hätten. Wären sie Musiker geworden, hätten Ihre Songs die gleiche Anmut besessen, wie sie auf Rolands neuestem Geniestreich „Nevermore“ zu finden ist. Das Album kombiniert den typisch schwarzen Humor des Künstlers mit einer Priese Schwermut. „Nevermore“ ist wie eine ´Best Of´ CD, nur mit dem Unterschied, dass es alles neue Songs sind!

Das Album erscheint am 31. Oktober im Handel.

Ofrin: On Shore Remain (Stamp Records)

Die israelische Künstlerin Ofri Brin bringt gemeinsam mit ihrer gleichnamigen Band OFRIN am 24. Oktober 2008 ihr neues Album „On Shore Remain“ heraus. Das zweite Album der talentierten Sängerin und Komponistin ist eine gelungene Melange aus Folk und Jazz. Wie sehr die rothaarige attraktive Wahl-Berlinerin ihr Publikum in den Bann ziehen kann, bewies sie unter anderem am 4. September auf der lauschigen kleinen Bühne im Turmzimmer in Hamburg. Die Bandsängerin Ofrin ist eine wandelbare Mischung aus Elfe und Hexe, die die Zuhörerschaft –auch optisch- bezaubert.
Eine außergewöhnliche Band mit einem außergewöhnlichen Musikrepertoire.

 Das Album „On Shore Remain“ erscheint am 24. Oktober 2008 im Handel.

                                                                                  Joanna Biernat

Luxuslärm: 1000 km bis zum Meer (Opposition Music)

Luxuslärm ist eine junge, frische, deutsche Rockband, die sich nach vier Jahren Zusammenarbeit durchgerungen hat, ein eigenes Album heraus zu bringen. Gemeinsam mit dem Produzenten Götz von Sydow haben die fünf Musiker ein kraftvolles Stück Arbeit abgeliefert.

 

Das Album erscheint am 4.10.2008. Mehr über Luxuslärm finden Sie unter www.luxuslärm.de.

 

 

 

Sahara Hotnights: What if leaving is a loving thing (Bad Taste Records)

Schwedens beste Rockband meldet sich mit ihrem neuen Album „What if leaving is a loving thing“ zurück und wird kurz darauf auch wieder europaweit auf Tour gehen! Das ist auch gut so, denn die letzte Europatour liegt mittlerweile sieben lange Jahre zurück! Seitdem haben die vier attraktiven Rock-Röhren nach eigenen Angaben mindestens ein bis zwei Mal ihre Haarfarbe gewechselt und zwei Alben veröffentlicht. Wir freuen uns auf „What if leaving is a loving thing“ und hoffen, dass uns die Mädels zukünftig nicht so lange ohne ihre schwedischen Rock-Klänge alleine lassen! 

Das Album erscheint am 5.9.2008. Mehr über die Sahara Hotnights finden Sie unter www.saharahotnights.com.

                                                                                Joanna Biernat

 

 

 

Michael von der Heide: Freie Sicht (Edel Entertainment)

Mit seinem neunten Album präsentiert der Schweizer Sänger Michael von der Heide ein anspruchsvolles und gefühlvolles Werk. Ganz anders als die Alben davor, singt sich von der Heide nicht in französischer, sondern diesmal in deutscher Sprache in die Herzen der Zuhörer. „Freie Sicht“ ist in Zusammenarbeit mit dem Team von „Ich + Ich“ entstanden.

 

Das Album erscheint am 19.09.2008. Mehr über den Künstler erfahren Sie unter www.michaelvonderheide.de

Kind of Girl: Lonely in a modern way (trak2r/Cargo)

Pop-Fans aufgepasst! Hier kommen erfrischende Klänge  aus dem Norden! „Kind of Girl“ präsentieren mit ihrem Debütalbum „Lonely in a modern way“ wahrhaft bezaubernden Pop-Rock. Dies hat die dänische Band zum einen den eindringlichen Melodien, aber auch der angenehmen Stimme der Sängerin Sissel Olander zu verdanken. Die jetzt schon gefeierten Erfolge sprechen für sich: "Kind of Girl" können über zwei Millionen Plays auf Last.fm und Einsätze bei mehr als 200 Radiostationen europaweit auf ihr Konto verbuchen. Ab Oktober ist die Band auf Deutschlandtour!

Das Album erscheint am 26.09.2008.

Mehr über "Kind of Girl" erfahren sie unter www.kind-of-girl.com und www.myspace.com/kindofgirldk

 

                                                                                      Joanna Biernat

Nils Wülker: Turning The Page (EAR TREAT)

Das fünfte Album des Komponisten und Trompeters Nils Wülker ist zwar nicht ein neues Buch, aber ein völlig neues Kapitel im musikalischen Leben des Künstlers. "Die Musik auf diesem Album ist sicher noch kraftvoller und positiver, als auf dem letzten Album 'Safely Falling'", emfpindet es Nils Wülker selbst. "Da klingt eine gewisse Aufbruchstimmung an, die ich auch mit der Band empfinde. Es ist sicherlich eine Weiterentlicklung". Der 30-Jährige, der seit der erfolgreichen Veröffentlichung seines letzten Albums 'Safely Falling' nicht nur viel mit der eigenen Band, sondern auch als meisterhafter Gastsolist mit Dominic Miller, Ute Lemper und Omara Portuondo, der "Grande Dame" des "Buena Vista Social Club", auf Tour war, gelingt mit dieser Platte eine ausgezeichnete Mischung aus harmonischen Kompositionen und ein wenig Gesang. Mehr denn je präsentiert sich der junge Wahlhamburger mit "Turning the page" als begnadeter Erzähler und Dramatiker.

 

Das Album erscheint am 29.August 2008

Ab 30. September können Sie Nils Wülker live erleben. Mehr Informationen über den Künstler erhalten Sie unter >>www.howpeculiar.de

 

                                                                                 Joanna Biernat

 

Torsten Goods: 1980 (ACT)

Vocal Jazz ist zur Zeit ganz groß. Das haben wir nicht nur Talenten, wie Michael Bublé und Al Jarreau zu verdanken, auch Torsten Goods leistet mit ´1980´ seinen musikalischen Beitrag.

Mit seinem zweiten ACT-Album ist dem jungen, deutsch-irischen Künstler ein guter Mix aus bereits bekannten Songs und eigenen Kompositionen gelungen. Goods kombiniert gefühlvollen melodiösen Jazz mit rockigen Elementen, die das Stillstehen oder Stillsitzen fast unmöglich machen. Bei diesen Songs muss man einfach mitgehen!

 

Das Album erscheint am 29.08.2008.

 

Mehr Informationen über den Künstler erhalten Sie unter

>>www.actmusic.com            

 

                                                                                      Joanna Biernat

Relax (Polystar)

Endlich erscheint eine Doppel-CD, die wirklich hält, was sie verspricht: Nur die besten Sommerhits, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind. Hochkarätige Künstler wie Amy Winehouse, Nina Simone, Velvet Underground und Urban Species geben sich die Ehre und sorgen über 2,5 Stunden für absoluten Hörgenuss. Ob zum Cocktaildinner oder bei einem gemütlichen Abend zu zweit – stimmungsvoller kann ein Abend nicht eingeläutet werden.

 

Das Doppelalbum Relax erscheint am 18.7.2008 im Handel.

 

Mehr Informationen finden Sie unter >>www.Polystar.de

 

                                                                                          Joanna Biernat

Nosie Katzmann: Greatest Hits 1 (GIM Records)

Nosie Katzmann ist der Mann, der in den 90er Jahren Hits wie „Mr. Vain“ (Culture Beat), „More  and More“ (Captain Hollywood) und „Right In The Night“ (Jam & Spoon) komponiert hat. Mit "Greatest Hits 1" meldet sich der begnadete Songschreiber samt größten Erfolgen zurück. Anders als erwartet, hat Katzmann die Lieder für Klavier, Streicher und Gitarre arrangiert. Dabei ist eine einzigartige Mischung aus gefühlvoll gesungenen Balladen gelungen, die beim Zuhörer sofort Gänsehaut hervorruft.
Dieselben Lieder, die noch vor zehn Jahren als Discokracher für Furore sorgten, werden dank Nosie Katzmann ein Revival in einem völlig neuen Gewand erleben.
Ein traumhaft schönes Album.

 

Das Album erscheint am 22.8.2008.

 

Mehr Informationen über den Künstler erhalten Sie unter >>www.katzmann.de

 

                                                                                        Joanna Biernat

 

 

Juno Original Movie Soundtrack (Warner Music)

Wer den umwerfenden Film „Juno" (mehr über den Film lesen Sie >>hier) gesehen hat, hat bestimmt auch den außer- gewöhnlichen Soundtrack bemerkt. Wer dieses Kinojuwel verpasst hat, sollte den Kinobesuch schnellstens nachholen und sich diese großartige CD besorgen. Denn selten hat es eine Filmmusik geschafft, die Atmosphäre eines Films und die Befindlichkeit seiner Hauptpersonen auf so schöne und stimmige Art zu transportieren wie die zu „Juno". Hauptdarstellerin Ellen Page gab selbst den Anstoß zur Auswahl der Songs, indem sie die Zusammenarbeit mit Kimya Dawson anregte, die die meisten Tracks beisteuerte. Mit Adam Green begründete Kimya die New Yorker Anti-Folk-Szene und begeisterte mit ihm unter dem Namen Moldy Peaches ein treues Publikum. Während Adam Green in Deutschland längst ein Star ist, blieb Kimya Dawson zu Unrecht ein Geheimtipp. Wenn es Gerechtigkeit auf der Welt gibt, wird sich das mit diesem Soundtrack ändern, der in den USA schon die Charts eroberte. Wunderbar melodisch, verletzlich, intim und ohne jedes Patho, dabei voller Humor und Optimismus kommen die meist nur mit akustischer Gitarre begleiteten Songs daher. Dazwischen verstecken sich Klassiker von den Kinks bis Sonic Youth, die in diesem Zusammenhang sehr modern klingen, und Indie-Perlen von Belle & Sebastian oder Cat Power. Höhepunkt ist das herzerwärmende Duett „Anyone else but you", das die beiden Hauptdarsteller selbst singen.

Silke Schütze


Life! verlost drei CDs mit dem Soundtrack >>hier

Calvon Harris: I created Disco (edel records)

Calvin Harris hat mit seinem Album und der Single „Acceptable in the 80s" im Sommer 2007 die britischen Charts gestürmt, jetzt erscheint „I created Disco" auch in Deutschland. Calvin Harris ist 24 Jahre alt, also kennt er die 80er Jahre nur aus zweiter Hand, und natürlich hat er Disco nicht erfunden, sondern mal wieder neu entdeckt. Das aber auf originelle und spaßige Art: Mit Uralt-Equipment und vielen funkigen Retro-Anleihen schafft er doch einen eigenen, neuen Sound. Die Songs sind durchweg tanzbar und nicht nur für House-Fans genießbar, sondern machen auch dem Mainstream-Hörer Freude. Via youtube und myspace hat Calvin Harris den Sprung vom Regale-Einräumen bei Marks & Spencer zum gefragten Musiker geschafft, der Songs für Kylie Minogue produziert. Reinhören können Sie unter www.myspace.com/calvinharristv

 

Die CD erscheint am 18. April 2008

Silke Schütze

Hooverphonic: The President of the LSD Golf Club (PIAS)

Mit ihrem neuen, mittlerweile siebten Studioalbum „The President of the LSD Golf Club" beschreitet die belgische Formation Hooverphonic neue Wege: Anders als bei ihren bisherigen mit Morcheeba oder Portishead vergleich- baren Alben entstand dieses nicht am Computer, sondern wurde live und analog eingespielt. Hooverphonic-Kopf Alex Callier hatte genug davon, allein am Computer zu sitzen und nahm mit seiner Band alle Songs in nur elf Tagen auf. Wie der Titel des Albums ist auch die bewusst altmodische Aufnahmetechnik der Liebe der Hooverphonics zu den psychedelischen Bands der 60er und 70er Jahre geschuldet: Sie verbinden Erinnerungen an Pink Floyd und The Byrds mit neueren Einflüssen wie My Bloody Valentine und Slowdive und schaffen dabei einen ganz eigenen Sound, der modern und transparent klingt. Die wunderschöne Stimme von Sängerin Geike Anaert wird ergänzt durch den Einsatz ungewöhnlicher Instrumente wie Cembalo und Mellotron. Dabei verlieren Hooverphonic ihre Trip-Hop-Wurzeln nie aus den Augen und legen ein rundherum gelungenes kleines Meisterwerk vor. Reinhören können Sie unter www.hooverphonic.com

 

 

Silke Schütze

Teitur: The Singer (edel records)

Teitur ist hierzulande noch eine Art Geheimtipp - ganz unverdient, denn der Singer/Songwriter von den Faröer-Inseln beweist mit seiner neuen CD „The Singer", dass er das Zeug zum Star hat. Bei den etwa 40.000 Einwohnern seiner Heimatinsel ist er längst einer, und in Skandinavien und den USA hat er sich (u.a. als Support von Rufus Wainwright und Aimee Mann) eine treue Fangemeinde erspielt. Im März und April ist er in Europa auf Tour und tritt auch in Deutschland auf. Seine meist ruhigen, sorgfältig und sparsam instrumentierten Songs erzählen kleine Geschichten, von Begegnungen und Erlebnissen unterwegs und von Ereignissen, die einen nicht loslassen. Auch wenn Teitur nach Jahren in den USA jetzt in London lebt, meint man, in seinen Songs die Melancholie und Kargheit der Landschaft seiner Heimat zu spüren. „The Singer" ist eine jener CDs, die mit jedem Hören schöner wird. Eine Kostprobe finden Sie unter www.myspace.com/teitur

 

Silke Schütze

Hot Chip: Made in the Dark (EMI)

Schauen Sie mal, das hier ist eine Feierabend-CD! Idealerweise freitags – oder an jedem anderen, sich dem Ende zuneigenden Werktag – verbreitet der unscheinbar aussehende Silberling gute Stimmung. Und zwar unweigerlich! Wie er das macht? Mit genau der richtigen Mischung aus lässigen Balladen und Tanzflächenfüllern versetzt er den Schreibtisch-Bewohner in einen angenehmen Zustand zwischen Ausklang und wochenendmäßiger, vorfreudiger Aufbruchstimmung.

Auf ihrem dritten Album gelingt den Londoner Jungs eine äußerst melodische, äußerst ungewöhnliche und äußerst unwiderstehliche Kombi aus Elektro, Pop, Soul und Indie. "Made in the Dark" wurde von Hot Chip überwiegend zuhause aufgenommen. Für Drive, Originalität und Alexis Taylors unwiderstehlich sanfte Stimme gibt's von der Life! Musikredaktion die volle Punktzahl. Egal was noch kommt, dieses Album ist sicher eines der besten des Jahres…

 

Lena Wessollek

once: Music from the Motion Picture (Sony BMG)

Wer die wunderschöne und humorvolle Musikromanze "Once" im Kino verpasst hat, sollte sich schnellstens den nicht minder romantischen Soundtrack holen. "The Frames"- Sänger Glen Hansard, der sein Schauspiel- Debüt mit dem ebenfalls in Dublin spielenden Musikfilm "The Commitments" gab, schrieb fast alle Songs selbst – größtenteils zusammen mit seiner Filmpartnerin Marketa Irglova. Herausgekommen sind 13 melodische Songs mit Gitarrenfolk-Pop allererster Güte, melancholisch, leidenschaftlich, ohne Angst vor Pathos, aber nie peinlich. Dass die beiden zwar im Film nicht zueinander finden durften, in Wirklichkeit aber ein Paar wurden, kann man beim Anhören der gemeinsam gesungenen Balladen sehr gut verstehen.

Silke Schütze

Morrissey: Greatest Hits (Decca)

„Greatest Hits" ist die neue Morrissey- Compilation mutig betitelt - darüber lässt sich wie immer streiten, schließlich ist diese Bewer- tung höchst subjektiv. Aber so viel lässt sich sagen: „Greatest Hits" vereint Stücke aus der gesamten, inzwischen 20-jährigen Solokarriere des Ex-Smiths-Frontmans, mit Schwerpunkt auf den letzten beiden Alben „You are the Quarry" (2004) und „Ringleader of the Tormentors" (2006); außerdem sind zwei neue Songs enthalten: „All you need is me" und „That's how people grow up". Die „Deluxe Edition" enthält noch ein besonderes Schmankerl: Eine Bonus-CD „Live at the Hollywood Bowl" mit acht Tracks von Morrisseys Auftritt aus dem Jahr 2007 - eine echte Rarität! Für Fans mit Vollständigkeitsanspruch ein Muss, für Neu-Hörer ein guter Einstieg in Morrisseys aktuelles Schaffen.
Hörproben gibt es unter www.myspace.com/morrissey

 

Silke Schütze

Sergio Mendes: Encanto (Concord)

Die Limetten und der Rohrzucker für die Caipirinhas sind schon bereitgestellt und die Wohnung ist mit Grün und Gelb in den typischen Landesfarben geschmückt. Für den perfekten brasilianischen Abend fehlt nur noch die passende Musik? Bitte sehr. „Encanto", das neue Album von dem brasilianischen Musiker Sergio Mendes, ist genau das Richtige für Sie: Denn wenn Sie das hören, können Sie garantiert nicht mehr still in der Ecke sitzen. Zusammen mit Künstlern aus verschiedensten Ländern hat Mendes ein Album mit ansteckenden Rhythmen produziert, dessen fröhliche Melodien gute Laune machen. Wie schon auf seinem letzten Album „Timeless" schafft es der Brasilianer, den Hörer mit Anklängen aus Bossa Nova, Samba und Jazz musikalisch in sein Heimatland zu entführen.

 

Die CD erscheint am 18. April 2008

Frauke König

American Mystic (Obliq Sound)

„American Mystic“ ist eine ungewöhnliche CD: Der amerikanische Gitarrist John Shannon reiht zehn federleichte, extrem getragene Stücke aneinander, die sich sehr ähneln – gäbe es keine Pausen zwischen den Songs, würde man den Übergang kaum bemerken. So ist dieses Werk aber auch zu verstehen: Als eine durchgehende Meditation über Natur und universelle Themen, vorgetragen mit akustischer Gitarre und John Shannons sanfter, fast mädchenhafter Stimme, nur ab und zu ergänzt durch sparsam eingesetzte Cello- und Bassklänge und Background- Vocals von Caroline McMahon. Wer sich ein Bild von John Shannons Musik machen möchte, kann  unter www.johnshannonmusic.com reinhören.

Die CD erscheint am 18. April 2008

Silke Schütze

Pit Baumgartner: Tales of Trust (phazz-a-delic)

Baumgartner-Fans aufgepasst: Endlich bringt der Gründer von De-Phazz sein zweites Solo-Album auf den Markt. Zwar legt er Wert darauf, dass „Tales of Trust" kein De-Phazz-Album ist, aber seine Berühmtheit hat der Halb-Österreicher wohl dieser Band zu verdanken. Baumgartner hat sich aber nicht auf diesen Lorbeeren ausgeruht, sondern sich erfolgreich um seine Solo-Karriere gekümmert: Er bringt nicht nur eigene CDs auf den Markt, sondern vertont auch Dokumentarfilme und Hörbücher und erstellt Lounge-Radio-Programme für einen Sender in Istanbul. Ganz im Lounge-Stil liegt auch sein neues Album. Gemischt mit einem Hauch Elektro und Einflüssen aus dem Jazz eignet es sich „Tales of Trust" als musikalische Begleitung für gemütliche Weinabende oder als Hintergrundmusik für entspannte Gesprächsrunden.

 

Die CD erscheint am 9. Mai 2008

Frauke König

The Rise and Fall of Ruby Woo (Verve)

Die Puppini Sisters sind fleißige Damen. Nicht einmal ein Jahr ist es her, dass das Debütalbum des Londoner Trios erschienen ist. Jetzt legen die Musikerinnen mit dem Faible für vom Swing der 30er und 40er Jahre beeinflusste Popmusik ihr nächstes Werk vor. „The Rise and Fall of Ruby Woo“ ist originell, witzig und ein bisschen schräg.


Lena Wessollek

Why Not? (Tapete)

„Why not" ist die vierte CD der Hamburger Band, und wie gewohnt verbreiten Superpunk Partylaune und begeistern mit eingängigen und schlauen deutschen Texten. „Why not" fällt etwas rockiger und gitarrenlastiger aus, und trotzdem ist der typische Superpunk-Sound mit seinen Soul- und Punk-Einflüssen nicht zu überhören. Titel wie „Ich finde alles gut" und „Hamburg ist der Platz für dich" gehen sofort in Ohren und Beine - was will man mehr?
Superpunk gehen ab Februar auf Deutschland-Tour: Tourdaten und Sounds zum Reinhören gibt's auf www.superpunk.de

Silke Schütze